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  • Warum ich ChatGPT heute ganz anders nutze als am Anfang

    Warum ich ChatGPT heute ganz anders nutze als am Anfang

    Von der ersten Idee zum funktionierenden Arbeitsablauf

    Als ich angefangen habe, mit ChatGPT zu arbeiten, dachte ich wie viele andere auch: Ich beschreibe einfach kurz, was ich möchte, und bekomme sofort das perfekte Ergebnis. Inzwischen weiß ich, dass die eigentliche Stärke der KI ganz woanders liegt.

    Meine Projekte in 36 Sprachversionen

    Ich arbeite zurzeit an einem sehr großen Projekt. Ich veröffentliche Inhalte nicht nur in sechs Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch –, sondern in insgesamt 36 Sprachversionen, weil jede Sprache zusätzlich in sechs zweisprachigen Kombinationen sowie in einer einsprachigen Version erscheint. Dazu gehören unter anderem die Serien 1000 Nomen, 1000 Verben, 1000 Gesprächsthemen, 1000 Geschichten, 1000 Gedichte, 1000 Gebete, 1000 Buchzusammenfassungen, 365 Schritte, Planung, Gutes, gesundes, schnelles Essen, Monas Zuhause auf Rädern sowie Wanderführer Wirte am Wasser.

    Für all diese Projekte nutze ich tatsächlich nur die günstigste Bezahlversion von ChatGPT. Außerdem habe ich für jedes größere Projekt einen eigenen Ordner angelegt. Dort sammeln sich nach und nach alle wichtigen Regeln, Formatierungen und Entscheidungen. Dadurch muss ich vieles nicht immer wieder neu erklären.

    Das heutige Beispiel

    Heute ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig es ist, der KI nicht nur zu sagen, was man möchte, sondern auch wofür man das Ergebnis braucht.

    Ich wollte eine Tabelle mit den Übersetzungen meiner vier Hauptbereiche erstellen. ChatGPT hat mir zunächst eine schöne Tabelle geliefert. Inhaltlich war sie richtig – praktisch konnte ich sie aber nicht verwenden. Ich musste die Begriffe nämlich in eine bereits vorhandene Google-Tabelle einfügen. Deshalb brauchte ich gar keine komplette Tabelle, sondern nur jeweils eine einzelne Spalte mit den passenden Leerzeilen dazwischen.

    Als ich das erklärt hatte, bekam ich genau das, was ich brauchte.

    In diesem Moment wurde mir klar, dass ich die Aufgabe vorher selbst noch nicht vollständig beschrieben hatte. Eigentlich hätte ich mir die Frage stellen müssen:

    „Wie würde ich das manuell machen, wenn ChatGPT das nicht übernehmen würde?“

    Die Antwort war ganz einfach: Ich würde eine einzelne Spalte markieren und in meine bestehende Tabelle einfügen. Genau diese Information fehlte der KI.

    Den eigenen Arbeitsablauf beschreiben

    Diese Erfahrung mache ich immer wieder. Häufig hilft es, sich den eigenen Arbeitsablauf Schritt für Schritt vorzustellen. Möchte ich wirklich eine komplette Tabelle? Oder brauche ich nur eine Zeile? Vielleicht sogar nur eine Spalte? Soll das Ergebnis in Excel eingefügt werden, in WordPress, in ein Dokument oder in ein Videoskript? Je genauer ich den späteren Einsatz beschreibe, desto besser passt das Ergebnis.

    Gib nicht zu früh auf

    Ich glaube, viele Menschen geben zu schnell auf. Wenn ChatGPT zweimal etwas liefert, das nicht ganz passt, entsteht leicht der Eindruck, die KI könne die Aufgabe nicht lösen. Meine Erfahrung ist eine andere. Oft muss ich selbst erst herausfinden, wie ich mein Ziel möglichst präzise beschreiben kann. Das braucht Geduld – und ein bisschen Übung.

    Mit der Zeit entwickelt man fast automatisch ein Gefühl dafür, welche Informationen wichtig sind und welche nicht. Man lernt, Aufgaben zu strukturieren, Beispiele zu geben und den gewünschten Arbeitsablauf zu erklären. Dadurch werden die Ergebnisse immer besser.

    Deshalb möchte ich allen Mut machen, die bisher frustriert waren. Gebt der KI und euch selbst etwas Zeit. Niemand formuliert perfekte Anweisungen von Anfang an. Mit jeder Aufgabe lernt man dazu, und irgendwann merkt man plötzlich, dass die Zusammenarbeit mit der KI erstaunlich flüssig funktioniert.

    Geduld lohnt sich

    Übrigens: Geduld ist eine der neun Früchte des Heiligen Geistes und etwas, das wir jeden Tag üben können – nicht nur im Umgang mit Menschen, sondern auch beim Lernen und bei der Arbeit mit KI.

    Gebete zur Entspannung ist meine neue kostenlose Blogartikelserie mit Bildern in sechs Sprachen. Wenn dich diese oder andere Serien in sechs Sprachen interessieren, dann abonniere gerne meinen Blog. So erhältst du bequem jeden Tag einen neuen Artikel per E-Mail.



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