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  • Was hat mein Tiny House gekostet? Alle Baukosten im Überblick

    Was hat mein Tiny House gekostet? Alle Baukosten im Überblick

    Als ich angefangen habe, mich mit dem Bau eines Tiny Houses zu beschäftigen, wurde mir von allen Seiten gesagt: Unter 50.000 Euro bekommst du kein Tiny House. Und selbst die günstigsten Häuser in dieser Preisklasse würden häufig in Polen hergestellt.

    Aber ich wollte gar kein großes, komplett ausgestattetes Tiny House. Ich wollte ein kleines, minimalistisches Häuschen, das genau zu meinen Bedürfnissen passt – und vor allem wollte ich deutlich weniger als 50.000 Euro dafür ausgeben.

    Also dachte ich mir: Warum sollte das nicht möglich sein?

    Ich suchte selbst nach einer Firma

    Statt einen fertigen Tiny-House-Anbieter zu beauftragen, schrieb ich Zimmereien und Bauunternehmen in Bayern an und fragte, ob sie mein kleines Häuschen bauen würden.

    Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich.

    Manche waren tatsächlich ziemlich hochnäsig und machten sich über meine minimalistischen Vorstellungen lustig. Mein Projekt war ihnen offenbar zu klein oder zu ungewöhnlich.

    Davon ließ ich mich aber nicht abschrecken.

    Ich war überzeugt davon, dass ich nur hartnäckig genug suchen musste. Irgendwo musste es eine Firma geben, die Lust auf so ein kleines Projekt hatte. Schließlich gibt es in einer Zimmerei immer wieder Zeiten, in denen bestimmte Arbeiten wegen schlechten Wetters nicht durchgeführt werden können. Warum sollte man solche Zeiten nicht nutzen, um an einem kleinen Tiny House zu arbeiten?

    Und tatsächlich: Ich fand eine Firma.

    Z.werk in Niederbayern übernahm mein Tiny House

    Z.werk in Niederbayern erklärte sich bereit, mein kleines Häuschen zu bauen.

    Schon im Winter begann die Planung. Mein Fahrgestell wurde abgeholt und zur Firma gebracht. Im Frühjahr ging es dann richtig los und mein Tiny House nahm nach und nach Gestalt an.

    Dabei wurde nicht einfach irgendein fertiges Tiny-House-Modell gebaut. Das Haus wurde nach meinen Vorstellungen geplant und auf meinem Fahrgestell errichtet.

    Was mein Tiny House gekostet hat

    Natürlich können die Preise bei anderen Zimmereien und Bauunternehmen ganz anders aussehen. Auch Materialpreise, Lohnkosten, Größe, Ausstattung und individuelle Wünsche beeinflussen den endgültigen Preis.

    Deshalb sind die folgenden Zahlen keine allgemeingültige Preisliste für ein Tiny House. Sie zeigen lediglich, was mein eigenes Häuschen gekostet hat.

    Damit die Zahlen übersichtlich bleiben, runde ich die Beträge.

    1. Planung und Arbeitsvorbereitung

    Dazu gehörten unter anderem die Entwurfs-, Eingabe- und Fertigungsplanung, die Arbeitsvorbereitung, Fahrten sowie Verbindungs-, Klebe- und Dichtstoffe.

    Netto: ca. 3.643 €
    Brutto: ca. 4.334 €

    2. Vorfertigung

    Hierzu gehörten unter anderem die Holzkonstruktion sowie die Vorfertigung der Boden-, Wand- und Dachelemente.

    Netto: ca. 7.670 €
    Brutto: ca. 9.127 €

    3. Montage

    Dieser Posten war der größte Teil der eigentlichen Baukosten. Dazu gehörten das Montieren der Bodenelemente, das Aufstellen von Wänden und Dach, der Dachaufbau mit Trapezblech, die Außenverkleidung sowie das Einsetzen der Fenster, der Tür und des Dachfensters.

    Netto: ca. 9.392 €
    Brutto: ca. 11.177 €

    4. Innenausbau

    Zum Innenausbau gehörten bei meinem Häuschen der Fußbodenaufbau sowie eine Wanddurchführung für Kabel und Schlauch.

    Netto: ca. 1.483 €
    Brutto: ca. 1.765 €

    5. Zusätzliche Leistungen

    Dann kamen noch einige Extras hinzu. Dazu gehörten unter anderem eine zweite Eingabeplanung, meine Empore mit Leiter, eine Gitterrosttreppe und ein Podest, meine Boulderdecke, die Lattenkonstruktion auf der Terrasse für Vorhänge, Dachrinne und Fallrohr, eine Festverglasung sowie Überführung und Lieferung.

    Netto: ca. 5.449 €
    Brutto: ca. 6.485 €

    Gesamtkosten meines Tiny Houses

    Damit kommen wir auf folgende Gesamtsumme:

    Netto: ca. 27.637 €

    Mehrwertsteuer: ca. 5.251 €

    Brutto: ca. 32.888 €

    Mein Tiny House hat mich für den hier beschriebenen Bau durch die Zimmerei also knapp 33.000 Euro brutto gekostet.

    Damit lag ich tatsächlich deutlich unter den 50.000 Euro, von denen mir am Anfang immer wieder gesagt worden war, dass sie praktisch die Untergrenze für ein Tiny House seien.

    Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass mein Häuschen sehr klein und bewusst minimalistisch geplant wurde. Genau das wollte ich aber auch.

    Bezahlt habe ich in mehreren Etappen

    Ich musste die knapp 33.000 Euro nicht auf einmal bezahlen.

    Während des Projekts gab es drei Abschlagszahlungen und am Ende die Schlusszahlung:

    1. Abschlagszahlung: ca. 8.925 € brutto
    2. Abschlagszahlung: ca. 8.925 € brutto
    3. Abschlagszahlung: ca. 8.330 € brutto
      Schlusszahlung: ca. 6.708 € brutto

    Zusammen ergibt das die Gesamtsumme von rund 32.888 Euro.

    Für mich war diese Zahlungsweise natürlich wesentlich angenehmer, als den gesamten Betrag auf einmal bezahlen zu müssen.

    Ein Tiny House muss keine 50.000 Euro kosten

    Meine Erfahrung hat mir vor allem eines gezeigt: Man sollte sich nicht sofort entmutigen lassen, nur weil mehrere Firmen sagen, dass etwas nicht möglich ist.

    Vielleicht findet ihr nicht beim ersten Anruf oder bei der ersten Anfrage jemanden, der eure Idee umsetzen möchte. Vielleicht werdet ihr sogar belächelt, wenn eure Vorstellungen ungewöhnlich oder besonders minimalistisch sind.

    Aber wenn ihr ziemlich genau wisst, was ihr wollt, lohnt es sich, weiterzusuchen.

    Mein Tiny House ist kein luxuriöses Miniatur-Einfamilienhaus. Es ist ein kleines Häuschen, das genau für mein Leben und meine Bedürfnisse geplant wurde. Und genau deshalb konnte es deutlich günstiger gebaut werden als viele der fertigen Tiny Houses, die ich zuvor gefunden hatte.

    Ich wünsche euch viel Glück bei der Planung und beim Bau eures eigenen Häuschens!

    Wenn ihr wissen möchtet, wie es mit meinem Tiny House weitergeht, schaut euch auch meinen Artikel über meine nächsten Pläne an. Dort erzähle ich, welche Änderungen ich an meinem Tiny House vornehmen möchte – und warum.


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