Ich schaue mir gerade die ICF Conference 2026 – New Heights an, weil ich mich damit auch auf den Leaders Day im Oktober vorbereiten möchte. Schon die erste Session mit Leo Bigger hat bei mir viele Gedanken ausgelöst – über Jüngerschaft, geistliche Leitung, Verantwortung, Eifersucht, Loslassen und die Frage, wie wir andere Menschen wirklich wachsen lassen können.
Die Predigt kannst du hier anschauen:
ICF Conference 2026 – New Heights | Start Session mit Leo Bigger
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der im Vergleich zu Paulus manchmal beinahe unscheinbar wirkt:
Barnabas.
Vielleicht denken wir bei den großen Persönlichkeiten des Neuen Testaments zuerst an Paulus. Paulus predigt, gründet Gemeinden, schreibt Briefe und prägt das Christentum bis heute.
Aber bevor Paulus zu diesem Paulus werden konnte, brauchte es einen Menschen, der an ihn glaubte.
Barnabas.
Und genau darin steckt für mich bereits eine wichtige Lektion über Leitung:
Gute Leiter machen nicht nur selbst etwas Großes. Sie helfen anderen Menschen, in ihre Berufung hineinzuwachsen.
„Endlich nahm sich jemand seiner an“
Nach seiner Bekehrung kam Paulus – damals noch Saulus – nach Jerusalem und wollte sich den Christen anschließen.
Das Problem war nur: Sie hatten Angst vor ihm.
Und das war durchaus verständlich. Dieser Mann hatte kurz zuvor noch Christen verfolgt. Niemand wusste, ob seine Bekehrung wirklich echt war.
Dann kommt dieser kleine, aber entscheidende Satz:
Barnabas nahm sich seiner an.
Genau diesen Gedanken greift Leo Bigger in seiner Predigt auf: Irgendwann muss es ein „Endlich“ geben.
Endlich nimmt sich jemand Zeit.
Endlich glaubt jemand an diesen Menschen.
Endlich sieht jemand nicht nur seine Vergangenheit, seine Schwierigkeiten und seine Fehler, sondern auch das, was Gott aus ihm machen könnte.
Vielleicht wäre Paulus ohne Barnabas trotzdem seinen Weg gegangen.
Wir wissen es nicht.
Aber die Bibel zeigt uns: Gott stellte ihm einen Menschen zur Seite.
Und vielleicht gehören genau solche Menschen zu Gottes Wegen mit uns.
Menschen kommen nicht fertig zu Jesus
Ein weiterer Gedanke aus der Predigt gefällt mir sehr:
Menschen kommen nicht zu Jesus und plötzlich ist alles aufgeräumt.
Probleme verschwinden nicht automatisch.
Beziehungen sind nicht plötzlich perfekt.
Schulden verschwinden nicht.
Abhängigkeiten lösen sich möglicherweise nicht von einem Tag auf den anderen.
Verletzungen heilen nicht sofort.
Leo Bigger erzählt von einem jungen Mann, der drogenabhängig in die Gemeinde kam und außerdem rund 50.000 Euro Schulden hatte.
Jemand musste sich die Zeit nehmen, mit ihm diese Probleme anzugehen.
Später heiratete dieser Mann, bekam Kinder und begann wiederum anderen Menschen zu helfen.
Genau darin steckt für mich ein wichtiger Gedanke von Gemeinde:
Wir sollen Menschen nicht nur zu Jesus führen. Wir sollen ein Stück ihres Weges mit ihnen gehen.
Und genau hier begegnen sich Jüngerschaft und Leitung.
Leitung bedeutet nicht nur, Entscheidungen zu treffen oder vorne zu stehen.
Leitung bedeutet auch:
Verantwortung für Menschen zu übernehmen.
Jüngerschaft braucht Nähe
In der Predigt gibt es dazu ein sehr einfaches Bild.
Menschen versuchen aus einiger Entfernung, einen Tischtennisball in ein Glas zu werfen.
Fast niemand trifft.
Je näher man dem Glas kommt, desto leichter wird es.
Leo Bigger verbindet dieses Experiment mit einem Satz:
Jüngerschaft entsteht aus Nähe.
Und ich glaube, genau das ist entscheidend.
Natürlich können Predigten helfen.
Bücher können helfen.
Videos können helfen.
Bibelkurse können helfen.
Aber Beziehungen kann man damit nicht ersetzen.
Menschen brauchen Menschen.
Jemanden, der zuhört.
Jemanden, der nachfragt.
Jemanden, der ermutigt.
Jemanden, der auch dann noch da ist, wenn etwas schiefgeht.
Jemanden, der vielleicht sagen kann:
Gib jetzt nicht auf. Ich glaube, dass Gott noch nicht fertig mit dir ist.
Leitung beginnt nicht auf der Bühne
Vielleicht denken wir beim Begriff Leitung schnell an Pastoren, Teamleiter, Gruppenleiter oder Menschen, die sichtbar Verantwortung tragen.
Aber diese Predigt zeigt mir etwas anderes:
Leitung beginnt oft viel früher.
Sie beginnt dort, wo ein Mensch einen anderen Menschen ernst nimmt.
Wo jemand Verantwortung übernimmt.
Wo jemand Potenzial erkennt.
Wo jemand sagt:
„Ich gehe ein Stück mit dir.“
Man kann eine Leitungsposition haben und trotzdem niemanden wirklich leiten.
Und man kann ohne offiziellen Titel großen Einfluss auf das Leben eines Menschen haben.
Geistliche Leitung ist deshalb für mich weniger eine Position als eine Haltung.
Wir brauchen Menschen, die uns Mut zusprechen
Barnabas bedeutet sinngemäß Sohn der Ermutigung beziehungsweise des Trostes.
Das passt unglaublich gut zu seiner Rolle.
Es gibt Situationen, in denen wir selbst nicht mehr sehen können, was Gott in uns sieht.
Vielleicht zweifeln wir.
Vielleicht vergleichen wir uns.
Vielleicht haben wir versagt.
Vielleicht stehen wir vor etwas Neuem und denken:
Ich kann das nicht.
Und manchmal brauchen wir dann einen Menschen, der neben uns steht und uns daran erinnert:
Die Kraft Gottes ist größer als deine Angst.
Das bedeutet nicht, Probleme schönzureden.
Ermutigung bedeutet nicht:
„Alles ist super.“
Manchmal bedeutet Ermutigung:
„Es ist gerade schwer. Aber ich gehe ein Stück mit dir.“
Königsmacher statt Hauptdarsteller
Einer der stärksten Begriffe der Predigt ist für mich:
Königsmacher.
Ein Barnabas fragt nicht ständig:
Wie kann ich wichtiger werden?
Wie werde ich bekannter?
Wie bekomme ich mehr Aufmerksamkeit?
Sondern:
Wen kann ich fördern?
Wem kann ich helfen zu wachsen?
Wen kann ich näher zu Jesus führen?
Und genau hier zeigt sich auch gute Leitung.
Ein guter Leiter sammelt nicht möglichst viele Menschen hinter sich.
Ein guter Leiter entwickelt Menschen, die selbst Verantwortung übernehmen können.
Das verändert die Perspektive komplett.
Kann ich mich freuen, wenn jemand über mich hinauswächst?
Dann kommt der schwierige Teil.
Was passiert, wenn der Mensch, den ich gefördert habe, irgendwann etwas besser kann als ich?
Was passiert, wenn jemand, den ich begleitet habe, erfolgreicher wird?
Mehr Menschen erreicht?
Eine größere Aufgabe bekommt?
Mehr Anerkennung bekommt?
Hier wird sichtbar, wie frei unser Herz wirklich ist.
Leo Bigger beschreibt dazu ein sehr schönes Bild:
Eltern wünschen ihren Kindern normalerweise nicht, dass sie genauso viele Fehler machen wie sie selbst.
Sie freuen sich, wenn ihre Kinder manches schneller lernen.
Wenn sie weiterkommen.
Wenn sie Dinge besser machen.
Warum sollte es in geistlicher Leitung anders sein?
Ein geistlicher Vater oder eine geistliche Mutter muss sich freuen können, wenn ein anderer Mensch wächst.
Genau hier kann allerdings Eifersucht entstehen.
Solange jemand von uns lernt, fühlen wir uns vielleicht wichtig.
Aber irgendwann entwickelt dieser Mensch eigene Ideen.
Er macht Dinge anders.
Vielleicht sogar besser.
Und dann stellt sich die Frage:
Will ich wirklich, dass dieser Mensch wächst – oder wollte ich eigentlich nur gebraucht werden?
Gute Leitung muss loslassen können
Dieser Punkt beschäftigt mich besonders.
Leitung bedeutet nicht, Menschen möglichst lange abhängig von sich zu halten.
Im Gegenteil.
Wenn ich jemanden gut begleite, sollte dieser Mensch mit der Zeit selbstständiger werden.
Er beginnt eigene Entscheidungen zu treffen.
Eigene Ideen zu entwickeln.
Eigene Verantwortung zu übernehmen.
Vielleicht braucht er mich irgendwann viel weniger als vorher.
Und dann zeigt sich, ob ich wirklich sein Wachstum wollte.
Oder nur meine eigene Bedeutung.
Kontrolle und Wachstum passen nicht zusammen
Wer andere Menschen fördern möchte, muss irgendwann Kontrolle abgeben.
Menschen werden Fehler machen.
Sie werden Dinge anders machen als wir.
Vielleicht erreichen sie nicht einmal 80 Prozent dessen, was wir selbst gemacht hätten.
Und vielleicht ist genau das eine wichtige Lektion.
Leo Bigger erzählt davon, dass er selbst als Perfektionist lernen musste, mit dem Unvollkommenen glücklich zu werden.
Das finde ich einen starken Satz.
Denn Perfektionismus klingt zunächst positiv.
Man möchte Dinge gut machen.
Aber Perfektionismus kann auch verhindern, dass andere wachsen.
Wenn ich alles selbst kontrollieren muss, kann niemand Verantwortung übernehmen.
Wenn niemand Fehler machen darf, kann niemand lernen.
Reife Leitung bedeutet deshalb nicht:
Ich kontrolliere jedes Detail.
Sondern:
Ich vermittle Werte, gebe Verantwortung und begleite Menschen auch dann, wenn Fehler passieren.
Das gilt in einer Gemeinde genauso wie in einer Familie, einem Team, einer Lerngruppe oder an einem Arbeitsplatz.
Korrigieren – aber nicht bloßstellen
Auch hier steckt für mich ein wichtiger Leitungsgrundsatz in der Predigt.
Reife Leiter geben Menschen Raum.
Fehler dürfen angesprochen werden.
Aber Menschen müssen nicht öffentlich bloßgestellt werden.
Korrektur soll helfen, nicht demütigen.
Verantwortung abzugeben bedeutet nicht, dass plötzlich alles egal ist.
Es bedeutet vielmehr:
Ich begleite dich, aber ich kontrolliere dich nicht ständig.
Das ist wahrscheinlich viel schwieriger, als einfach alles selbst zu machen.
Wenn aus „Barnabas und Paulus“ plötzlich „Paulus und Barnabas“ wird
Im Neuen Testament verändert sich irgendwann sogar die Reihenfolge der Namen.
Zunächst lesen wir von Barnabas und Paulus.
Später von Paulus und Barnabas.
Plötzlich steht Paulus vorne.
Und genau darin liegt eine riesige Herausforderung.
Barnabas hat Paulus geholfen.
Er hat ihn begleitet.
Er hat ihm Türen geöffnet.
Und irgendwann wird Paulus bekannter als er.
Das ist vielleicht einer der größten Tests unseres Herzens:
Kann ich jemanden aufbauen, ohne anschließend Eigentumsansprüche auf seinen Erfolg zu erheben?
Kann ich sagen:
Ich habe meinen Teil getan. Jetzt geht Gott mit diesem Menschen weiter.
Meine Position ist nicht meine Identität
Dieser Gedanke aus der Predigt ist für Leitung unglaublich wichtig.
Aufgaben verändern sich.
Positionen verändern sich.
Vielleicht leite ich heute etwas und morgen jemand anderes.
Vielleicht habe ich eine Aufgabe aufgebaut und irgendwann führt ein anderer Mensch sie weiter.
Aber meine Identität verändert sich dadurch nicht.
Ich bin nicht wertvoller, weil ich vorne stehe.
Und ich bin nicht weniger wertvoll, wenn jemand anderes meine Aufgabe übernimmt.
Meine Identität liegt in Gott – nicht in meiner Position.
Wenn das wirklich tief in uns verankert ist, können wir Verantwortung viel freier weitergeben.
Gott sieht auch das Verborgene
Die Predigt erinnert dabei an David.
Bevor David König wurde, hütete er Schafe.
Keine Bühne.
Kein Applaus.
Keine Likes.
Keine große Anerkennung.
Aber Gott sah ihn.
Das finde ich unglaublich tröstlich.
Wir leben in einer Zeit, in der vieles sichtbar sein soll.
Erfolg wird gezählt.
Follower.
Aufrufe.
Teilnehmer.
Reichweite.
Positionen.
Aber das Reich Gottes funktioniert nicht nur über Sichtbarkeit.
Manchmal geschieht das Wichtigste dort, wo niemand applaudiert.
In einem Gespräch.
In einer Nachricht.
In einem Gebet.
In einer Stunde, die wir einem Menschen schenken.
In einer Ermutigung, an die wir uns selbst vielleicht eine Woche später schon nicht mehr erinnern.
Der andere Mensch aber vielleicht sein ganzes Leben.
Gute Leiter bleiben auch dann, wenn sie nicht mehr die Nummer eins sind
In der Predigt wird die Geschichte der Synchronschwimmerin Anita Alvarez erzählt.
Während andere applaudierten, sank sie im Becken ab.
Ihre Trainerin bemerkte es, sprang ins Wasser und rettete sie.
Das Bild passt erstaunlich gut zur Rolle von Barnabas.
Die Trainerin stand nicht mehr selbst im Mittelpunkt.
Aber sie war noch da.
Sie beobachtete.
Sie unterstützte.
Und als sie gebraucht wurde, sprang sie ins Wasser.
Auch das ist Leitung.
Vielleicht sogar eine besonders reife Form von Leitung.
Nicht mehr vorne stehen zu müssen – und trotzdem dazubleiben.
Nicht beleidigt zu verschwinden, sobald jemand anderes sichtbar wird.
Nicht zu sagen:
Jetzt braucht ihr mich ja nicht mehr.
Sondern:
Ich unterstütze euch weiterhin.
Nicht nur in Positionen, sondern in Generationen denken
Am Ende geht die Predigt noch einen Schritt weiter.
Es geht nicht darum, eine Aufgabe möglichst lange zu behalten.
Es geht darum, in Generationen zu denken.
In 2. Timotheus 2,2 steckt dieses Prinzip bereits:
Paulus gibt etwas an Timotheus weiter.
Timotheus soll es zuverlässigen Menschen weitergeben.
Und diese sollen wiederum andere unterweisen können.
So entstehen mehrere Generationen von Jüngern.
Das bedeutet:
Was Gott mir schenkt, ist nicht nur für mich.
Mein Wissen ist nicht nur für mich.
Meine Erfahrungen sind nicht nur für mich.
Meine Gaben sind nicht nur für mich.
Auch meine Fehler können irgendwann einem anderen Menschen helfen.
Gute Leitung fragt deshalb nicht nur:
Was kann ich heute schaffen?
Sondern auch:
Was bleibt bestehen, wenn ich irgendwann nicht mehr da bin?
Dienen statt sich selbst erhöhen
Gegen Ende der Predigt fällt noch ein Begriff, der heute vielleicht tatsächlich nicht besonders modern klingt:
dienen.
Aber christliche Leitung beginnt genau dort.
Jesus selbst zeigt uns keine Leiterschaft, bei der es darum geht, möglichst viel Macht oder Aufmerksamkeit zu bekommen.
Leitung im Reich Gottes bedeutet:
Menschen dienen.
Menschen fördern.
Menschen stärken.
Menschen freisetzen.
Verantwortung weitergeben.
Und manchmal auch zurücktreten.
Vielleicht ist das einer der größten Unterschiede zwischen einer rein weltlichen Vorstellung von Karriere und einem Kingdom Mindset.
Es geht nicht darum:
Wie weit komme ich nach oben?
Sondern:
Wie vielen Menschen kann ich helfen, in das hineinzuwachsen, was Gott in sie gelegt hat?
Drei Fragen, die ich mir selbst stellen kann
Am Ende der Predigt werden drei Fragen gestellt, die ich sehr hilfreich finde:
Werde ich nervös, wenn jemand besser wird als ich?
Halte ich Menschen fest, weil ich Angst habe, dass ohne sie etwas zusammenbricht?
Bereite ich andere Menschen darauf vor, eines Tages Verantwortung zu übernehmen?
Diese Fragen gelten nicht nur für Pastoren oder Gemeindeleiter.
Sie gelten für Eltern.
Lehrer.
Kollegen.
Freunde.
Menschen in Hauskreisen.
Menschen im Ehrenamt.
Eigentlich für jeden, der Einfluss auf einen anderen Menschen hat.
Und deshalb nehme ich noch eine vierte Frage dazu:
Wen kann ich heute ermutigen und ein Stück auf seinem Weg begleiten?
Mein Gebet nach dieser Predigt
Gott,
danke für die Menschen, die du mir in meinem Leben zur Seite gestellt hast.
Danke für Menschen, die an mich geglaubt haben, als ich selbst noch nicht sehen konnte, wohin du mich führen möchtest.
Danke für Menschen, die mich ermutigt, korrigiert, begleitet und getragen haben.
Jesus, lehre mich, selbst ein solcher Mensch zu sein.
Zeige mir, wo ich andere festhalte, weil ich Angst habe, selbst an Bedeutung zu verlieren.
Zeige mir, wo Eifersucht, Vergleichen oder Unsicherheit in meinem Herzen sind.
Hilf mir, mich ehrlich zu freuen, wenn andere wachsen.
Gib mir den Mut, Verantwortung abzugeben.
Gib mir Geduld, wenn Menschen Fehler machen.
Hilf mir, nicht alles kontrollieren zu wollen.
Lass mich das Potenzial sehen, das du in andere Menschen gelegt hast, auch wenn es noch verborgen ist.
Mach mich zu einem Menschen, der ermutigt.
Zu einem Menschen, der begleitet.
Zu einem Menschen, der dient.
Zu einem Menschen, der andere näher zu dir führt.
Und wenn irgendwann jemand weitergeht als ich, erfolgreicher wird als ich oder eine Aufgabe besser erfüllt als ich, dann hilf mir, mich darüber von Herzen zu freuen.
Denn es geht nicht um mein Reich.
Es geht um dein Reich.
Heiliger Geist, zeige mir die Menschen, denen ich zur Seite stehen soll.
Zeige mir, wo ich einen ersten Schritt machen kann.
Und lehre mich, nicht nur für heute zu denken, sondern für die Generationen, die nach uns kommen.
Amen.
Kirche wird nicht nur auf der Bühne gebaut
Einer der Sätze am Ende der Predigt fasst für mich vieles zusammen:
Kirche baut man nicht nur auf der Bühne.
Vieles entsteht eins zu eins im Verborgenen.
Vielleicht ist das sogar der Ort, an dem Gemeinde wirklich wächst.
Nicht dort, wo Tausende Menschen zuschauen.
Sondern dort, wo ein Mensch zu einem anderen sagt:
Ich sehe dich.
Ich glaube an das, was Gott in dich gelegt hat.
Ich gehe ein Stück mit dir.
Und vielleicht brauchen wir tatsächlich genau das:
Eine Barnabas-Generation
Menschen, die nicht nur selbst wachsen wollen.
Sondern andere wachsen lassen.
Menschen, die nicht verzweifelt ihre Position verteidigen.
Sondern Verantwortung weitergeben.
Menschen, die sich nicht bedroht fühlen, wenn jemand anderes erfolgreich ist.
Sondern sich darüber freuen.
Menschen, die Potenzial sehen, bevor es für alle sichtbar geworden ist.
Menschen, die bleiben, auch wenn jemand Fehler macht.
Menschen, die ermutigen.
Menschen, die dienen.
Menschen, die andere näher an Jesus führen.
Vielleicht ist genau das New Heights:
Nicht selbst immer höher zu steigen.
Sondern anderen dabei zu helfen, höher zu kommen – und dabei gemeinsam immer näher zu Gott zu wachsen.
- Eine Barnabas-Generation werden – Jüngerschaft und Leitung, die andere groß macht

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