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    Wie du mit dem Rauchen aufhörst

    365 Schritte zur Gesundheit – Serie in 6 Sprachen

    Heute geht es noch einmal um das Thema Rauchen. Ich habe es bereits angesprochen – doch wie wird man so eine blöde Angewohnheit oder sogar eine Sucht eigentlich wirklich los?

    Vorweg: Wer unter einer schweren Abhängigkeit leidet – etwa bei harten Drogen – sollte sich unbedingt professionelle Hilfe bei einer Suchtberatung holen. Aber wenn es bei dir ähnlich ist wie bei mir, dann lohnt es sich, einen anderen Weg zumindest auszuprobieren.

    Denn für mich war es am Ende überraschend einfach.


    Wie alles begann

    Ich habe mit etwa 18 Jahren angefangen zu rauchen. In meinem Umfeld wurde viel geraucht – im Auto, beim Weggehen, im Winter bei geschlossenen Fenstern. Ich habe praktisch schon passiv geraucht, bevor ich selbst zur Zigarette griff.

    Die ersten Male schmecken eigentlich gar nicht. Eigentlich schmeckt es nie. Und doch fragt man sich: Es muss ja irgendetwas daran sein, wenn so viele Menschen es tun.

    Was wirklich passiert, ist eine Art „Gehirnwäsche“. Man übernimmt Gewohnheiten von Menschen, die man mag. Deshalb: Wenn du noch nie geraucht hast – fang bitte nicht damit an. Und wenn du Freundinnen oder Freunde hast, die rauchen, sei besonders achtsam.


    Die Illusion von Entspannung

    Wenn man erst einmal angefangen hat, wird es schwierig aufzuhören. Manche sagen: „Ich höre einfach auf“ – und tun es. Bei mir war das anders.

    Ich dachte lange, Rauchen würde entspannen. Erst später habe ich verstanden: Die Zigarette löst keinen Stress – sie verursacht ihn. Der Stress entsteht durch die Sucht. Und die Zigarette beseitigt nur das Entzugsgefühl, das sie selbst ausgelöst hat.

    Ich habe bis zu eine Schachtel am Tag geraucht, manchmal sogar mehr. Ich hatte Husten, ein Kratzen im Hals, schlechten Geschmack im Mund. Ich fühlte mich oft schwach, hatte weniger Luft, war schneller erschöpft – beim Treppensteigen, bei der Arbeit, im Alltag.

    Und trotzdem: Während ich die Zigarette ausdrückte, dachte ich oft schon: „Wie schön wäre es, jetzt einfach aufzuhören.“


    Der Wendepunkt

    Im August habe ich endgültig aufgehört. Ein ganzes Jahr Nichtraucherin – und ich genieße es.

    Was mir geholfen hat, war ein Buch, das schrittweise ein Umdenken bewirkt. Man raucht während des Lesens weiter – aber bewusst. Man erkennt, dass es kein Genuss ist. Dass es nichts Schönes, nichts Besonderes ist.

    Am Ende braucht es nur einen Moment.

    Einen klaren, inneren Entschluss:
    Ich entscheide mich gegen die Zigarette.
    Ich entscheide mich für ein gesundes Leben.

    Diese Entscheidung war emotional. Rauchen war bei mir mit Sommer, See, Kaffee, Kuchen, schönen Momenten verbunden. All diese positiven Assoziationen waren eng mit der Zigarette verknüpft.

    Doch genau das muss man auseinanderlösen.


    Das ungewohnte Gefühl

    Nach dem Aufhören gab es ein paar Tage, in denen sich alles seltsam anfühlte. So, als würde man plötzlich auf der „falschen“ Seite im Auto sitzen – ungewohnt, irritierend.

    Man denkt in bestimmten Situationen: „Normalerweise würde ich jetzt rauchen.“

    Dieses Gefühl ist nicht schmerzhaft. Es ist nur neu. Und es vergeht.

    Ich habe übrigens nicht wegen des Rauchstopps zugenommen. Ein paar Kilo kamen später im Winter dazu – wegen weniger Bewegung – aber sie sind wieder verschwunden.


    Freiheit ist eine Entscheidung

    Rauchfrei zu sein bedeutet Freiheit.

    Und im Grunde funktioniert es bei vielen schlechten Gewohnheiten ähnlich.

    Als ich ins Auto gezogen bin, habe ich bewusst entschieden:
    Ich möchte nicht den ganzen Tag sitzen.
    Ich möchte mich bewegen.
    Ich möchte wandern, spazieren gehen, leben.

    Mein Körper hat dadurch sein natürliches Gewicht gefunden. Ich habe über 20 Kilo verloren – und das Rauchen aufgegeben.

    Das sind zwei riesige Schritte.


    Dein Körper ist heilig

    Unser Körper ist das Einzige, was uns dieses Leben ermöglicht. Er braucht bestimmte Dinge – Bewegung, Nahrung, frische Luft – und andere Dinge schaden ihm.

    Nikotin schadet.
    Alkohol ist Gift – selbst in kleinen Mengen.
    Zucker kann ebenfalls problematisch sein.

    Es geht nicht um Perfektion. Es geht um Bewusstsein.

    Du hast dieses eine Leben.
    Und selbst wenn es Wiedergeburt gäbe – wir erinnern uns nicht daran.

    Warum also nicht jetzt anfangen?
    Warum nicht heute eine Entscheidung treffen?

    Für dich.
    Aus Selbstliebe.
    Weil du es dir wert bist.


    Welche Erfahrungen hast du gemacht?

    Welche schlechten Gewohnheiten hast du abgelegt?
    Wie hast du es geschafft?
    Oder welche Fragen hast du an mich?

    Schreib es gerne in die Kommentare.


    Mehr Impulse im Online-Magazin

    Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, findest du im Online-Magazin „365 Schritte“ viele weitere Impulse rund um Gesundheit, Suchtfreiheit und bewusste Lebensentscheidungen.

    Das Magazin ist in sechs Sprachen erhältlich und unterstützt dich dabei, Schritt für Schritt schlechte Gewohnheiten loszulassen.

    Du findest es im Shop – der Link steht unten.


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