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  • Lateinische Grammatik verstehen: Wortart, Satzglied und grammatische Form – alle Fachbegriffe im Überblick

    Lateinische Grammatik verstehen: Wortart, Satzglied und grammatische Form – alle Fachbegriffe im Überblick

    Wenn du Latein lernst, begegnen dir sehr viele grammatische Fachbegriffe:

    Nomen, Verb, Subjekt, Prädikat, Nominativ, Akkusativ, Deklination, Konjugation, Tempus, Modus, Aktiv, Passiv …

    Am Anfang wirkt das schnell wie eine lange Liste von Begriffen, die alle irgendwie zusammengehören.

    Der wichtigste Schritt ist deshalb zunächst nicht, jeden einzelnen Begriff auswendig zu lernen, sondern zu verstehen:

    Welche Begriffe gehören überhaupt zusammen?

    Ganz oben können wir drei große Bereiche unterscheiden:

    1. Wortart – Was für ein Wort ist es?
    2. Satzfunktion / Satzglied – Welche Aufgabe hat das Wort im Satz?
    3. grammatische Form – In welcher Form steht das Wort?

    Diese drei Ebenen dürfen wir nicht miteinander verwechseln.


    Der wichtigste Unterschied: Wortart, Satzfunktion und Form

    Nehmen wir den Satz:

    Puella librum legit.

    = Das Mädchen liest ein Buch.

    Schauen wir uns puella an.

    puella ist:

    • von der Wortart ein Nomen
    • im Satz das Subjekt
    • im Nominativ
    • im Singular
    • feminin

    Das sind keine fünf verschiedenen Wörter.

    Es sind fünf verschiedene Aussagen über dasselbe Wort.

    Wortart

    Die Wortart beantwortet die Frage:

    Was für ein Wort ist das?

    Zum Beispiel:

    puella
    = Nomen / Substantiv

    bonus
    = Adjektiv

    legit
    = Verb

    celeriter
    = Adverb

    Satzfunktion

    Die Satzfunktion beantwortet die Frage:

    Welche Aufgabe übernimmt dieses Wort oder diese Wortgruppe im Satz?

    Zum Beispiel:

    Puella librum legit.

    puella
    = Subjekt

    librum
    = Akkusativobjekt

    legit
    = Prädikat

    Grammatische Form

    Die grammatische Form beantwortet die Frage:

    In welcher Form steht das Wort?

    Bei einem Nomen fragen wir zum Beispiel nach:

    • Kasus
    • Numerus
    • Genus

    Bei einem Verb fragen wir zum Beispiel nach:

    • Person
    • Numerus
    • Tempus
    • Modus
    • Genus verbi

    Wortart und Satzfunktion sind nicht dasselbe

    Das ist besonders wichtig.

    Ein Nomen ist eine Wortart.

    Ein Subjekt ist eine Satzfunktion.

    Ein Nomen kann also Subjekt sein, muss es aber nicht.

    Vergleiche:

    Puella venit.

    puella
    = Nomen
    = Subjekt

    Aber:

    Marcus puellam videt.

    puellam
    = Nomen
    = Akkusativobjekt

    Die Wortart bleibt gleich.

    Die Funktion im Satz verändert sich.


    Die Wortarten im Lateinischen

    Zu den wichtigsten Wortarten gehören:

    • Nomen / Substantiv
    • Verb
    • Adjektiv
    • Pronomen
    • Adverb
    • Präposition
    • Konjunktion
    • Zahlwort
    • Interjektion

    Schauen wir sie uns der Reihe nach an.


    Nomen / Substantiv

    Fachbegriff

    Nomen oder Substantiv

    Deutscher Begriff

    Hauptwort

    Ein Nomen bezeichnet zum Beispiel:

    • Personen
    • Tiere
    • Dinge
    • Orte
    • abstrakte Begriffe

    Beispiele:

    puella
    = Mädchen

    amicus
    = Freund

    donum
    = Geschenk

    amor
    = Liebe

    Bei einem Nomen interessieren uns mehrere grammatische Eigenschaften.


    Deklination

    Fachbegriff

    Deklination

    Deutscher Begriff

    Beugung eines Nomens

    Ein Nomen verändert seine Endung.

    Zum Beispiel:

    puella
    puellae
    puellam

    Diese Formen gehören alle zu demselben Wort.

    Welche Form verwendet wird, hängt unter anderem davon ab, in welchem Kasus und Numerus das Wort steht.

    Im Lateinischen gibt es verschiedene Deklinationen, zum Beispiel:

    • a-Deklination
    • o-Deklination
      1. Deklination
    • u-Deklination
    • e-Deklination

    Genus

    Fachbegriff

    Genus

    Deutscher Begriff

    grammatisches Geschlecht

    Es gibt:

    Maskulinum
    = männlich

    Femininum
    = weiblich

    Neutrum
    = sächlich

    Beispiele:

    amicus
    = maskulin

    puella
    = feminin

    donum
    = neutrum


    Numerus

    Fachbegriff

    Numerus

    Deutscher Begriff

    Zahl

    Es gibt:

    Singular
    = Einzahl

    Plural
    = Mehrzahl

    Beispiele:

    puella
    = ein Mädchen

    puellae
    = mehrere Mädchen


    Kasus

    Fachbegriff

    Kasus

    Deutscher Begriff

    Fall

    Im Lateinischen verwenden wir:

    • Nominativ
    • Genitiv
    • Dativ
    • Akkusativ
    • Ablativ
    • Vokativ

    Nominativ

    Typische Frage:

    Wer oder was?

    Beispiel:

    Puella cantat.

    Wer singt?

    puella

    Also:

    puella = Nominativ


    Genitiv

    Typische Frage:

    Wessen?

    Beispiel:

    liber puellae

    = das Buch des Mädchens

    Wessen Buch?

    puellae


    Dativ

    Typische Frage:

    Wem?

    Beispiel:

    Marcus puellae donum dat.

    Wem gibt Marcus das Geschenk?

    puellae


    Akkusativ

    Typische Frage:

    Wen oder was?

    Beispiel:

    Marcus puellam videt.

    Wen sieht Marcus?

    puellam


    Ablativ

    Der Ablativ kann verschiedene Bedeutungen haben.

    Zum Beispiel:

    • womit?
    • wodurch?
    • wo?
    • wann?
    • wovon?

    Beispiel:

    cum amico

    = mit dem Freund


    Vokativ

    Der Vokativ ist der Anredefall.

    Beispiel:

    Marce!

    = Marcus!


    Kasus und Satzfunktion unterscheiden

    Auch hier müssen wir zwei Ebenen auseinanderhalten.

    Kasus = Form

    Satzfunktion = Aufgabe

    Zum Beispiel:

    Puella cantat.

    puella

    Wortart:
    Nomen

    Satzfunktion:
    Subjekt

    Kasus:
    Nominativ


    Das Verb

    Fachbegriff

    Verb

    Deutscher Begriff

    Tätigkeitswort / Zeitwort

    Ein Verb beschreibt eine Handlung, einen Vorgang oder einen Zustand.

    Beispiele:

    cantare
    = singen

    currere
    = laufen

    videre
    = sehen

    esse
    = sein

    Bei einem Verb können wir besonders viele grammatische Informationen bestimmen.


    Konjugation

    Fachbegriff

    Konjugation

    Deutscher Begriff

    Beugung eines Verbs

    Ein Verb verändert seine Form.

    Beispiel:

    amare
    = lieben

    amo
    = ich liebe

    amas
    = du liebst

    amat
    = er / sie / es liebt

    amamus
    = wir lieben

    amatis
    = ihr liebt

    amant
    = sie lieben

    Die Veränderung eines Verbs nennt man:

    Konjugation


    Person

    Ein Verb kann in verschiedenen Personen stehen.

    1. Person

    ich / wir

    Beispiel:

    amo

    = ich liebe

    2. Person

    du / ihr

    Beispiel:

    amas

    = du liebst

    3. Person

    er / sie / es / sie

    Beispiel:

    amat

    = er / sie / es liebt


    Numerus beim Verb

    Auch beim Verb unterscheiden wir:

    Singular
    = Einzahl

    Plural
    = Mehrzahl

    Beispiel:

    amat
    = 3. Person Singular

    amant
    = 3. Person Plural


    Tempus

    Fachbegriff

    Tempus

    Deutscher Begriff

    Zeitform

    Im Lateinischen begegnen uns unter anderem diese sechs Zeiten:

    TempusDeutscher Begriff
    PräsensGegenwart
    ImperfektVergangenheit
    Futur IZukunft
    Perfektabgeschlossene Vergangenheit
    PlusquamperfektVorvergangenheit
    Futur IIvollendete Zukunft

    Mit currere = laufen können wir zum Beispiel vergleichen:

    curro
    = ich laufe

    currebam
    = ich lief

    curram
    = ich werde laufen

    cucurri
    = ich lief / ich bin gelaufen

    cucurreram
    = ich war gelaufen

    cucurrero
    = ich werde gelaufen sein


    Modus

    Fachbegriff

    Modus

    Deutscher Begriff

    Aussageweise

    Der Modus zeigt uns, auf welche Weise eine Handlung dargestellt wird.

    Wichtige Modi sind:

    • Indikativ
    • Konjunktiv
    • Imperativ

    Indikativ

    Deutscher Begriff

    Wirklichkeitsform

    Beispiel:

    Puella venit.

    = Das Mädchen kommt.

    Der Satz stellt die Handlung als Tatsache dar.


    Konjunktiv

    Der Konjunktiv kann je nach Zusammenhang zum Beispiel ausdrücken:

    • Möglichkeit
    • Wunsch
    • Aufforderung
    • Vorstellung
    • bestimmte Nebensatzfunktionen

    Beispiel:

    veniat

    kann je nach Zusammenhang etwa bedeuten:

    er / sie möge kommen

    Die genaue Bedeutung des Konjunktivs hängt stark vom Satz ab.


    Imperativ

    Deutscher Begriff

    Befehlsform

    Beispiel:

    Veni!

    = Komm!


    Genus verbi

    Jetzt begegnet uns noch einmal das Wort Genus.

    Aber Achtung:

    Genus beim Nomen
    = grammatisches Geschlecht

    Genus verbi beim Verb
    = Aktiv oder Passiv

    Das sind zwei verschiedene Dinge.


    Aktiv

    Beim Aktiv führt das Subjekt die Handlung selbst aus.

    Beispiel:

    Marcus puellam laudat.

    = Marcus lobt das Mädchen.

    Marcus führt die Handlung selbst aus.


    Passiv

    Beim Passiv geschieht etwas mit dem Subjekt.

    Beispiel:

    Puella a Marco laudatur.

    = Das Mädchen wird von Marcus gelobt.

    Das Mädchen führt die Handlung nicht selbst aus.

    Es ist von ihr betroffen.


    Weitere Verbformen

    Nicht jede Verbform ist automatisch das Prädikat eines Satzes.

    Es gibt auch Verbformen, die andere Aufgaben übernehmen können.

    Dazu gehören zum Beispiel:

    • Infinitiv
    • PPA
    • PPP
    • Gerundium
    • Gerundivum

    Infinitiv

    Fachbegriff

    Infinitiv

    Deutscher Begriff

    Grundform des Verbs

    Beispiele:

    amare
    = lieben

    legere
    = lesen

    currere
    = laufen


    PPA

    Fachbegriff

    Participium Praesentis Activi

    Kurz:

    PPA

    Deutscher Begriff

    Partizip Präsens Aktiv

    Beispiel:

    puella cantans

    = das singende Mädchen

    Das PPA:

    • stammt von einem Verb,
    • beschreibt aber gleichzeitig ein Bezugswort,
    • ist aktiv,
    • drückt Gleichzeitigkeit aus.

    PPP

    Fachbegriff

    Participium Perfecti Passivi

    Kurz:

    PPP

    Deutscher Begriff

    Partizip Perfekt Passiv

    Das PPP beschreibt normalerweise eine Handlung:

    • passiv
    • vorzeitig

    Beispiel:

    urbs capta

    = die eroberte Stadt


    Gerundium

    Das Gerundium ist ein:

    Verbalnomen

    Das bedeutet:

    Es stammt von einem Verb, wird aber ähnlich wie ein Nomen verwendet.

    Beispiel:

    ars legendi

    = die Kunst des Lesens


    Das Adjektiv

    Fachbegriff

    Adjektiv

    Deutscher Begriff

    Eigenschaftswort

    Ein Adjektiv beschreibt ein Nomen näher.

    Beispiel:

    puella bona

    = das gute Mädchen

    Beim Adjektiv bestimmen wir unter anderem:

    • Kasus
    • Numerus
    • Genus
    • Deklination
    • Kongruenz
    • Steigerung

    Kongruenz

    Fachbegriff

    Kongruenz

    Deutscher Begriff

    Übereinstimmung

    Ein Adjektiv stimmt mit seinem Bezugswort überein in:

    • Kasus
    • Numerus
    • Genus

    Beispiel:

    puella bona

    puella

    Nominativ
    Singular
    Femininum

    bona

    Nominativ
    Singular
    Femininum

    Das Adjektiv passt sich dem Nomen an.


    Steigerung

    Fachbegriff

    Komparation

    Deutscher Begriff

    Steigerung

    Wir unterscheiden:

    Positiv
    = Grundform

    Komparativ
    = erste Steigerungsstufe

    Superlativ
    = höchste Steigerungsstufe

    Beispiel:

    gut – besser – am besten


    Pronomen

    Fachbegriff

    Pronomen

    Deutscher Begriff

    Fürwort

    Pronomen können für Nomen stehen oder auf Personen und Dinge hinweisen.

    Es gibt zum Beispiel:

    • Personalpronomen
    • Possessivpronomen
    • Demonstrativpronomen
    • Relativpronomen
    • Interrogativpronomen

    Personalpronomen

    Beispiele:

    ego

    = ich

    tu

    = du


    Possessivpronomen

    Sie drücken Besitz oder Zugehörigkeit aus.

    Beispiel:

    meus

    = mein


    Demonstrativpronomen

    Sie weisen besonders auf etwas hin.

    Zum Beispiel:

    hic

    = dieser

    ille

    = jener


    Relativpronomen

    Ein Relativpronomen leitet einen Relativsatz ein.

    Beispiel:

    qui

    = der / welcher


    Interrogativpronomen

    Interrogativpronomen werden in Fragen verwendet.

    Beispiel:

    quis?

    = wer?


    Adverb

    Fachbegriff

    Adverb

    Deutscher Begriff

    Umstandswort

    Ein Adverb beschreibt zum Beispiel:

    • wie etwas geschieht,
    • wann etwas geschieht,
    • wo etwas geschieht.

    Beispiel:

    celeriter

    = schnell

    Puer celeriter currit.

    = Der Junge läuft schnell.


    Präposition

    Fachbegriff

    Präposition

    Deutscher Begriff

    Verhältniswort

    Beispiele:

    in

    cum

    ad

    per

    Präpositionen verlangen bestimmte Kasus.

    Beispiel:

    cum amico

    = mit dem Freund

    cum verlangt hier den Ablativ.


    Konjunktion

    Fachbegriff

    Konjunktion

    Deutscher Begriff

    Bindewort

    Konjunktionen verbinden Wörter, Wortgruppen oder Sätze.

    Beispiele:

    et

    = und

    sed

    = aber


    Zahlwort

    Fachbegriff

    Numerale / Zahlwort

    Beispiele:

    unus

    = eins

    duo

    = zwei

    tres

    = drei


    Interjektion

    Fachbegriff

    Interjektion

    Deutscher Begriff

    Ausrufewort

    Beispiel:

    heu!

    = ach! / weh!


    Satzfunktionen und Satzglieder

    Jetzt verlassen wir die Ebene der Wortarten.

    Nun geht es nicht mehr darum:

    Was für ein Wort ist das?

    Sondern:

    Welche Aufgabe übernimmt das Wort im Satz?


    Prädikat

    Das Prädikat ist die zentrale Verbform des Satzes.

    Frage:

    Was tut jemand?

    oder:

    Was geschieht?

    Beispiel:

    Puella cantat.

    cantat

    = Prädikat


    Subjekt

    Das Subjekt sagt uns, wer oder was die Handlung ausführt oder von einem Zustand betroffen ist.

    Frage:

    Wer oder was?

    Beispiel:

    Puella cantat.

    Wer singt?

    puella

    = Subjekt


    Objekt

    Ein Objekt ergänzt das Verb.

    Es gibt zum Beispiel:

    • Akkusativobjekt
    • Dativobjekt
    • Genitivobjekt

    Akkusativobjekt

    Frage:

    Wen oder was?

    Beispiel:

    Marcus puellam videt.

    Wen sieht Marcus?

    puellam

    = Akkusativobjekt


    Dativobjekt

    Frage:

    Wem?

    Beispiel:

    Marcus puellae donum dat.

    Wem gibt Marcus das Geschenk?

    puellae

    = Dativobjekt


    Genitivobjekt

    Manche Verben können auch eine Ergänzung im Genitiv verlangen.

    Das kommt deutlich seltener vor.


    Attribut

    Ein Attribut beschreibt ein anderes Wort näher.

    Beispiel:

    puella bona

    = das gute Mädchen

    bona

    ist ein Attribut zu:

    puella

    Wichtig:

    Ein Attribut ist normalerweise kein eigenes Satzglied, sondern gehört zu einem anderen Satzglied.


    Adverbiale Bestimmung

    Eine adverbiale Bestimmung gibt zusätzliche Informationen über die Handlung.

    Sie kann zum Beispiel ausdrücken:

    • Ort
    • Zeit
    • Art und Weise
    • Grund
    • Mittel

    Ort

    Fragen:

    Wo? Wohin? Woher?

    Beispiel:

    in horto

    = im Garten


    Zeit

    Fragen:

    Wann? Wie lange? Seit wann?


    Art und Weise

    Frage:

    Wie?

    Beispiel:

    magna voce

    = mit lauter Stimme


    Grund

    Frage:

    Warum? Weshalb?


    Mittel

    Frage:

    Womit? Wodurch?

    Hier spielt im Lateinischen häufig der Ablativ eine wichtige Rolle.


    Ein Satz – mehrere Ebenen gleichzeitig

    Schauen wir uns nun einen Satz vollständig an:

    Puella bonum librum legit.

    = Das Mädchen liest ein gutes Buch.

    puella

    Wortart

    Nomen

    Satzfunktion

    Subjekt

    Form

    Nominativ Singular Femininum

    Deklination

    a-Deklination


    bonum librum

    librum

    Wortart

    Nomen

    Satzfunktion

    Akkusativobjekt

    Form

    Akkusativ Singular Maskulinum

    bonum

    Wortart

    Adjektiv

    Satzfunktion

    Attribut zu librum

    Form

    Akkusativ Singular Maskulinum

    Warum?

    Weil bonum mit librum kongruiert.


    legit

    Wortart

    Verb

    Satzfunktion

    Prädikat

    Infinitiv

    legere

    Person

    3. Person

    Numerus

    Singular

    Tempus

    Präsens

    Modus

    Indikativ

    Genus verbi

    Aktiv


    So gehst du bei einem Nomen vor

    Wenn du ein Nomen findest, kannst du dir diese Fragen stellen:

    1. Was ist die Grundform?
    2. Zu welcher Deklination gehört das Wort?
    3. Welches Genus hat es?
    4. Welche Kasusformen wären möglich?
    5. Welcher Numerus ist möglich?
    6. Welche Form passt zum Satz?
    7. Welche Satzfunktion hat das Wort?

    So gehst du bei einem Verb vor

    Bei einem Verb fragst du:

    1. Wie lautet der Infinitiv?
    2. Zu welcher Konjugation gehört das Verb?
    3. Welche Person?
    4. Welcher Numerus?
    5. Welches Tempus?
    6. Welcher Modus?
    7. Welches Genus verbi?
    8. Welche Satzfunktion hat die Form?

    Bei einem normalen finiten Verb lautet die Satzfunktion meistens:

    Prädikat


    So gehst du bei einem Adjektiv vor

    Bei einem Adjektiv fragst du:

    1. Zu welchem Wort gehört es?
    2. Welcher Kasus?
    3. Welcher Numerus?
    4. Welches Genus?
    5. Stimmt es mit seinem Bezugswort überein?
    6. Welche Funktion hat es?

    Die drei wichtigsten Fragen

    Wenn du bei einer grammatischen Analyse nicht weiterkommst, kannst du immer wieder zu diesen drei Grundfragen zurückkehren:

    1. Was für ein Wort ist es?

    → Wortart

    2. Welche Aufgabe hat es im Satz?

    → Satzfunktion

    3. In welcher grammatischen Form steht es?

    → Form

    Damit kannst du schon sehr viele Fachbegriffe richtig einordnen.


    Fragen zum Verständnis

    Frage 1

    Was ist der Unterschied zwischen Wortart und Satzfunktion?


    Frage 2

    Kann ein Nomen immer nur Subjekt sein?

    Begründe deine Antwort.


    Frage 3

    Was ist der Unterschied zwischen:

    Genus

    und

    Genus verbi?


    Frage 4

    Was bedeutet:

    Deklination?

    Und was bedeutet:

    Konjugation?


    Frage 5

    Welche grammatischen Angaben bestimmst du bei einem Nomen?


    Frage 6

    Welche grammatischen Angaben bestimmst du bei einem Verb?


    Frage 7

    Was bedeutet:

    Kongruenz?


    Frage 8

    Warum sind Nominativ und Subjekt nicht dasselbe?


    Frage 9

    Was ist ein Attribut?


    Frage 10

    Welche drei Grundfragen helfen dir bei jeder Satzanalyse?


    Übung 1 – Ordne die Begriffe

    Ordne die folgenden Begriffe den Kategorien zu:

    Wortart – Satzfunktion – grammatische Form

    Begriffe:

    • Nomen
    • Akkusativ
    • Subjekt
    • Verb
    • Prädikat
    • Präsens
    • Adjektiv
    • Dativobjekt
    • Singular
    • Aktiv

    Übung 2 – Was gehört zum Nomen?

    Welche Begriffe passen besonders zu einem Nomen?

    • Tempus
    • Kasus
    • Genus
    • Person
    • Numerus
    • Deklination
    • Modus

    Übung 3 – Was gehört zum Verb?

    Welche Begriffe passen besonders zum Verb?

    • Person
    • Numerus
    • Tempus
    • Kasus
    • Modus
    • Genus verbi
    • Konjugation

    Übung 4 – Analysiere die Ebenen

    Untersuche:

    Marcus puellam videt.

    Bestimme bei jedem Wort:

    1. Wortart
    2. Satzfunktion
    3. grammatische Form

    Übung 5 – Nomen oder Satzglied?

    Entscheide:

    Handelt es sich jeweils um eine Wortart, eine Satzfunktion oder eine grammatische Form?

    1. Akkusativ
    2. Subjekt
    3. Nomen
    4. Prädikat
    5. Femininum
    6. Verb
    7. Singular
    8. Objekt
    9. Präsens
    10. Adjektiv

    Merksätze

    Wortart = Was für ein Wort ist es?

    Satzfunktion = Welche Aufgabe hat das Wort im Satz?

    Form = In welcher grammatischen Form steht es?

    Bei Nomen bestimmen wir unter anderem:

    Kasus – Numerus – Genus – Deklination

    Bei Verben bestimmen wir unter anderem:

    Person – Numerus – Tempus – Modus – Genus verbi – Konjugation

    Bei Adjektiven achten wir besonders auf:

    Kasus – Numerus – Genus – Kongruenz

    Und bei der Satzanalyse gilt weiterhin:

    Prädikat → Subjekt → Objekte → weitere Satzglieder


    Musterlösungen

    Die ausführlichen Musterlösungen zu den Fragen und Übungen findest du wieder in einem separaten passwortgeschützten Artikel.

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    So kannst du die Aufgaben zunächst selbst bearbeiten und anschließend Schritt für Schritt überprüfen.


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