Die Video- und Blog-Serie in 6 Sprachen
Das Traumhafte Tiny House Tagebuch — Kurzversion
Hallo ihr Lieben,
das ist das erste Video der neuen Serie „Träume dein Leben und lebe deinen Traum“, und ich hoffe sehr, dass sie euch gefällt.
In jedem Video seht ihr jeweils eine ganze Woche. Ich habe mich dabei auf das Wesentliche konzentriert und erzähle euch begleitend, was passiert ist, welche Gedanken mich bewegt haben und welche Gefühle da waren.
Das Ganze gibt es in sechs Sprachen.
Viel Spaß beim Zuschauen.
Am 8. Januar war ich innerlich hin- und hergerissen zwischen Draußenbleiben und Heimgehen. Trotzdem habe ich den Tag bewusst in die Hand genommen und mich für eine Struktur entschieden, die mir guttut. Das langsame Aufwachen im Café, die Lernpartnerschaft dort und mein erster Putztag haben mir gezeigt, wie wichtig realistische Ziele und ein sanfter Einstieg sind.
Ich habe gemerkt, dass es für mich besser ist, Arbeit auf mehrere Tage zu verteilen, statt alles in einen Tag zu pressen. Auf meine Gesundheit zu achten ist kein Rückschritt, sondern notwendig. Trotz der körperlichen Anstrengung hat mir der Tag Energie gegeben: Stolz auf das Erledigte, viele Schritte draußen und anschließend konzentrierte Arbeit an meinen eigenen Projekten.
Am Ende blieb das Gefühl, dass auch ein ganz normaler Alltag voller kleiner Erfolge sein kann – und dass Zeit besonders wertvoll ist, weil sie so schnell vergeht.
Der 9. Januar war ein Tag, an dem vieles anders lief als geplant und mich emotional stärker gefordert hat als erwartet. Die Diskrepanz zwischen meiner eigenen Wahrnehmung und dem Feedback von außen hat mich verunsichert, besonders in Situationen, in denen ich ohnehin verletzlich war. Lernen in der Öffentlichkeit fühlte sich an diesem Tag nicht stärkend, sondern entblößend an, und mir wurde klar, wie sehr äußere Umstände meine innere Stabilität beeinflussen können.
Der Spaziergang wurde zum Wendepunkt. Erst Frust und Rückzug, dann überraschend Sonne, Wärme und das Gefühl, getröstet zu werden. Für einen Moment war alles leichter, und ich konnte mir selbst wieder mit mehr Nachsicht begegnen. Trotzdem zeigte mir der restliche Tag deutlich meine Grenzen: körperliche Erschöpfung, fehlende Regeneration und die Erkenntnis, dass bloßer Wille und Disziplin nicht alles sind, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben.
Auch wenn ich hinter meinen eigenen Plänen zurückliege und nicht alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte, habe ich wichtige Weichen gestellt. Ich habe Strukturen hinterfragt, nach Lösungen gesucht und etwas verändert, das mir langfristig Arbeit abnehmen wird. Am Ende blieb keine Euphorie, aber eine leise, wichtige Einsicht: Ich habe etwas getan. Ich darf Fehler machen. Ich darf langsamer sein. Und ich bin genug, so wie ich bin.
Der 10. Januar war ein Tag der ehrlichen Selbstbegegnung. Mir wurde schmerzhaft bewusst, dass eine liebevolle, nachsichtige Haltung mir selbst gegenüber nichts Selbstverständliches ist, sondern etwas, das ich mir immer wieder neu erarbeiten muss. Der gewohnte Genuss am Morgen fehlte, und statt Leichtigkeit war da ein inneres Ringen, ausgelöst durch Kritik, Druck und das Gefühl, Erwartungen erfüllen zu müssen.
Im Laufe des Tages wurde klar, wie stark äußere Anforderungen und innere Ansprüche miteinander kollidieren. Der Wunsch nach Sicherheit und Stabilität steht im Spannungsfeld mit dem Bedürfnis, authentisch zu bleiben und mich nicht zu verlieren. Grenzen zu setzen, freundlich und klar zu sagen, was ich brauche, erfordert Mut – gerade dann, wenn die Angst vor Ablehnung mitschwingt.
Der Spaziergang brachte die entscheidende Erkenntnis: Meine Erschöpfung hat tiefere Ursachen. Es ist nicht nur ein einzelnes Gespräch, sondern die Summe aus Verantwortung, Leistungsdruck, Beziehungsthemen und hohen Ansprüchen an mich selbst. Am Ende dieses Tages blieb die Einsicht, dass langsames Ankommen, Frühstück und Bewegung keine Luxusmomente sind, sondern notwendige Anker, um bei mir zu bleiben und dem Alltag wieder mit einem echten Ja begegnen zu können.
Der 11. Januar war ein Tag voller Tiefe und stiller Freude. Statt mich zu rechtfertigen oder Abläufe aufzuzählen, stand das bewusste Erleben im Mittelpunkt. Besonders berührt hat mich die Wertschätzung von Conny und Laurin sowie der respektierte Wunsch nach Ruhe am Morgen – ein Moment, der sich wie ein unerwartetes Geschenk angefühlt hat.
Der Spaziergang wurde zum Herzstück des Tages. Stundenlanges Gehen, Schreiben, Feilen an Worten und immer wieder Tanzen ließen Zeit und Alltag in den Hintergrund treten. Körperlich fühlte ich mich leicht, beweglich und lebendig, fast wie verjüngt. Dieser Sonntagsspaziergang war nicht nur Bewegung, sondern ein Raum, in dem ich ganz bei mir war.
Auch die Arbeit am Nachmittag fühlte sich stimmig an. Ich habe viel geschaffen, ohne Druck oder Erschöpfung, eher wie ein kreativer Prozess mit Sinn und Ruhe. Der Tag klang sanft aus und hinterließ das Gefühl, nicht von Aufgaben getrieben gewesen zu sein, sondern von Momenten getragen.
Der 12. Januar stand ganz im Zeichen von Leichtigkeit und Bewegung – Tanzen im Regen. Von morgens an war Musik präsent, wie ein inneres Orchester, das den Tag begleitet hat. Trotz vieler Wege und Pflichten verlief alles überraschend rund: Lernpartnerschaft, der lange aufgeschobene Termin bei der Gemeinde, Einkäufe und die Arbeit bei Conny und Laurin fügten sich ohne Reibung ineinander.
Der Spaziergang wurde erneut zum Höhepunkt des Tages. Mehr Schritte, mehr Ausdauer und die Freude daran, bei jedem Wetter draußen zu sein, gaben mir ein starkes Gefühl von Lebendigkeit. Als der Regen einsetzte, wurde daraus kein Hindernis, sondern ein Spiel – weitergehen, tanzen, loslassen. Diese Haltung trug sich durch den ganzen Tag und setzte sich sogar beim Kochen und Arbeiten fort.
Am Abend zeigte sich auch die andere Seite: körperliche Müdigkeit, volle Tage und der Wunsch, meine Ansprüche an den Mindeststandard realistischer zu gestalten. Trotzdem blieb ein zufriedenes Gefühl. Auch wenn Zeit und Energie begrenzt sind, habe ich getan, was mir wichtig ist. Und am Ende durfte ich spüren, dass Bewegung, Musik und Freude selbst dann tragen, wenn die Beine müde werden.
Der 13. Januar war ein Tag der Befreiung und der spürbaren Erleichterung. Schon am Morgen lag ein Hauch von Frühling in der Luft: weniger Schnee, Vogelzwitschern und das Gefühl, dass etwas Schweres langsam weicht. Trotz später Nacht begann der Tag ruhig im Café, getragen von Dankbarkeit für den Nebenjob, der nicht nur finanziell entlastet, sondern auch Kraft und Lebensqualität zurückgebracht hat.
Auch wenn sich Pläne änderten und Arbeit wegfiel, entstand kein Druck, sondern Raum. Der frühe Spaziergang wurde zu einem tiefen Wendepunkt: Leichteres Gehen, Tanzen, Musik und das bewusste Spüren des eigenen Körpers führten zu einer inneren und äußeren Entlastung. Die Gewichtsabnahme, die Bewegung und das neue Körpergefühl wirkten wie das Lösen alter Ketten – nicht nur körperlich, sondern seelisch.
Im Laufe des Tages zeigte sich, dass diese Befreiung weit über den Moment hinausgeht. Sesshaftwerden, Stabilität und neue Routinen haben Heilung ermöglicht, die tiefer reicht als gedacht. Trotz begrenzter Zeit habe ich weiter an meinen Projekten gearbeitet, ohne mich zu überfordern, und den Tag bewusst ruhig beendet. Zurück blieb ein Gefühl von Wärme, innerem Frieden und der Gewissheit, dass Leichtigkeit wieder möglich ist.
Der 14. Januar war ein ruhiger, bodenständiger Tag, geprägt von kleinen Verschiebungen und stiller Zufriedenheit. Der Morgen begann wie gewohnt im Café, doch Pläne änderten sich erneut: Statt Bereitschaft war Putzarbeit gefragt, und auch der Gang zur Hausarztpraxis blieb erfolglos. Diese Unplanbarkeit bestimmte den Rhythmus des Tages, ohne ihn aus der Balance zu bringen.
Zwischen Arbeit und Wegen entstanden menschliche Begegnungen, die Raum für Mitgefühl und Zuspruch boten. Die Putzarbeit selbst vermittelte ein klares Gefühl von Nützlichkeit und Fortschritt, während der achtsame Spaziergang half, innerlich zur Ruhe zu kommen. Das langsame Verschwinden von Eis und Schnee wurde bewusst wahrgenommen, begleitet von Dankbarkeit für den Wechsel der Jahreszeit.
Der Abend stand im Zeichen von Wärme und Abschluss. Ein einfaches, genussvolles Essen, der vertraute Sonnenuntergang und konzentrierte Arbeit am MacBook fügten sich zu einem runden Tagesausklang. Nach dem Wochenvideo und dem Live durfte der Tag leise enden – mit Entspannung, Loslassen und dem Gefühl, genau genug getan zu haben.
Zusammenfassung dieser Woche:
Diese Woche vom 8. bis 14. Januar war geprägt von Bewegung, innerer Klärung und einem leisen, aber spürbaren Wandel. Viele Tage fühlten sich zunächst schwer oder ungeplant an, doch immer wieder zeigte sich, dass gerade darin Entwicklung lag. Spaziergänge, Musik, Tanzen und das bewusste Wahrnehmen des Körpers wurden zu tragenden Elementen, die geholfen haben, Druck abzubauen und wieder bei mir anzukommen.
Zentral war die Erkenntnis, dass Fürsorge für mich selbst kein Luxus ist, sondern Voraussetzung. Langsames Ankommen am Morgen, klare Grenzen, realistische Ziele und Pausen haben sich als notwendig erwiesen, um nicht auszubrennen. Gleichzeitig gab es berührende Momente von Wertschätzung, Leichtigkeit und Befreiung – körperlich wie seelisch. Alte Zwänge lösten sich, neue Routinen begannen zu greifen, und das Gefühl von Stabilität wuchs.
Fazit:
Ich bin nicht schneller geworden, aber ehrlicher. Ich habe weniger geschafft als geplant, dafür mehr verstanden. Diese Woche hat gezeigt, dass Heilung, Kreativität und Leistungsfähigkeit nur dann zusammengehen, wenn ich mir erlaube, Mensch zu sein – mit Grenzen, Bedürfnissen und Freude an kleinen Dingen.
Fragen, die bleiben:
Was brauche ich wirklich, um mich sicher und getragen zu fühlen?
Wo darf ich meine Ansprüche weiter senken, ohne mich selbst zu verlieren?
Wie kann ich meine Tage so gestalten, dass Körper und Seele gleichermaßen mitgehen?
Welche Routinen geben mir Halt, und welche engen mich ein?
Ausblick:
Die kommende Zeit darf weiter im Zeichen von Balance stehen. Weniger Müssen, mehr Stimmigkeit. Weitergehen, tanzen, arbeiten, lernen – aber in einem Tempo, das mich stärkt. Wenn ich diesen Weg achtsam fortsetze, entsteht Vertrauen: in meinen Körper, in meine Entscheidungen und in das Leben, das ich mir Schritt für Schritt erlaube zu träumen und zu leben.
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